Mittwoch, 18. August 2010

Isaac Bonewits (1949 – 2010)

Nach langer Krankheit hat sich Isaac Bonewits nun in die Anderswelt aufgemacht. Er starb friedlich in seinem Zuhause in Nyack, New York, umgeben von seiner Familie und seinen Freunden. Auch der Krebs und die daraus resultierende Chemotherapie hatten ihm sein Lachen nicht abgewöhnen können, ein Lachen, das sein ganzes

Leben, seine Seminare und seine Bücher durchzog und das uns allen fehlen wird.
Bereits mit zwanzig Jahren schrieb Isaac Bonewits Geschichte, als er als erster Student einen Abschluss in Magie von einer anerkannten Universität (der University of California, Berkeley, 1970) erhielt.
1971 veröffentlichte er sein erstes Buch Real Magic, das zu einem Klassiker okkulter Literatur wurde (und auch heute noch aufgelegt wird).


Sein Einfluss auf die neuheidnische Szene kann gar nicht groß genug eingeschätzt werden. Er war Erzdruide und Gründer von Ár nDraíocht Féin: A Druid Fellowship und einer der führenden Experten in antikem und neuem Druidentum, Wicca und Naturreligion im Allgemeinen.
Seine Vorträge waren stets eine Mischung aus großer intellektueller Klarheit und einem Sinn für Humor, die eine ganze Generation von Verehrern der Göttin und Naturmystikern beeindruckt haben.
Während seiner vierzigjährigen Tätigkeit als naturreligiöser Priester, Dozent, Lehrer, Barde und Polytheologe prägte er das Vokabular der neuheidnischen Szene und brachte viele Themen zu Gehör und zu Papier, die diese Bewegung bis heute formten und weiterhin formen.


Er hinterlässt seine Frau Phaedra und seinen Sohn aus erster Ehe Arthur.
Seine persönlichen Schriften werden Teil der American Religions Collection in der Bibliothek der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.

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