Mittwoch, 21. Mai 2008

Der Weg des Druiden

Nachdem Philip gestern Abend in Bielefeld einen kurzen Überblick über die Geschichte des Druidentums gab - eine Reise durch die proto-keltische Zeit, die klassische Zeit (ca. 500 v. Chr. bis 500 n. Chr.), die Renaissance der druidischen Lehren im 17. und 18. Jahrhundert und das Wiedererstarken des Interesses in der Mitte des 20. Jahrhunderts - , legte er auch die grundlegenden Ziele des Druidentums dar: Kreativität, Weisheit und Liebe.
Er sprach ebenfalls über das ethische Handeln im Druidentum, das eben nicht durch feststehende Gebote bestimmt wird, sondern natürliche Folge der Entwicklung von Tugenden im Charakter eines jeden Menschen ist.
Mithilfe eines Gesangs unternahmen wir gemeinsam eine kurze Reise in die Anderswelt, die für viele Zuhörer sicher neu und beeindruckend war. Für mich persönlich hatte die Vibration des Gesangs eine ganz besonders meditative Qualität.
In den auf den Vortrag folgenden eineinhalb Stunden Fragen und Antworten, ging es dann um das Finden von Inspiration durch Krafttiere und Pflanzen - die Zeichen, die die Natur uns gibt und die wir zu sehen lernen können... Dabei ging Philip auch kurz auf das keltische Pflanzenorakel und das Tierorakel ein, welche uns erste Wegweiser sein können.
Wichtig war es Philip, darauf hinzuweisen, dass wir heute mit der Natur in Kontakt treten können, dass die druidische Tradition in uns lebendig werden und relevante Antworten auf aktuelle Fragen geben kann. Wie der Lachs, der zur Quelle des Flusses und zu seinem eigenen Ursprung zurückkehrt, um neues Leben in die Welt zu bringen, so können auch wir uns unseren europäischen Traditionen zuwenden und durch sie Lebenskraft und Inspiration für unseren Weg in der Moderne erlangen.
Insgesamt war es ein sehr schöner und erhellender Abend - und die heutige Vertiefung dieser Themen an den Externsteinen wird sicher ebenfalls ein außergewöhnliches Erlebnis...
Wir sehen uns,
Dirk

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