Mittwoch, 7. Mai 2008

Auf Schmugglerpfaden

In München erzählte Seán folgende Geschichte:

Da gab es einen Mann in Afghanistan, der jede Woche mit seinen beladenen Eseln über die Grenze nach Pakistan ging. Die Grenzposten wussten genau: Irgendetwas schmuggelte dieser Mann! Doch was schmuggelte er?
Sie durchsuchten die Taschen, die die Esel trugen, sie schauten sogar in die Ohren der Esel, aber nie konnten sie etwas finden.
Wenn er aus Pakistan zurückkam, durchsuchten ihn die Grenzposten auf der anderen Seite der Grenze. Auch sie stellten alles auf den Kopf, schütteten den Inhalt der Taschen auf den Boden, schauten in die Ohren der Esel und in ihre Mäuler. Doch sie konnten nichts finden. So ging das über Jahre und das Misstrauen der Grenzer blieb.
Als der Schmuggler dann alt wurde und nicht mehr über die Grenze ging, traf er in seinem Heimatdorf einen ehemaligen Grenzposten, der nun auch im Ruhestand war. Bei einem Glas Tee fragte der Grenzposten dann: "Jetzt kannst du es mir doch sagen... Was hast du all die Jahre an uns vorbeigeschmuggelt?"
Der alte Mann lächelte und sagte: "Esel. Ich habe Esel geschmuggelt."

Vielleicht können wir unsere Spiritualität, unseren Glauben, unsere Vorstellungen von einem besseren Miteinander auf diese Weise in die Welt bringen...

Viele Grüße an alle spirituellen Schmuggler,
Dirk

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