Donnerstag, 21. Januar 2016

Mythenherz

Hier mal ein kleiner Ausblick auf das Projekt, an dem ich gerade arbeite...
Fünf Jahre sind seit der "Donnerseele" vergangen und es wurde wieder Zeit, die Trommeln auszupacken und mich mit einem bewusst männlichen Zugang zur Spiritualität zu befassen. Hauptaugenmerk liegt diesmal auf der Mythologie - was sie heute bedeutet und wie sie Männern einen Weg weisen kann. Diese Mythen lassen uns nicht völlig kalt, sondern berühren etwas tief in unserem Inneren. Es ist ein Raunen, das aus weiter Ferne zu uns spricht, das uns in Liedern und Bildern begegnet, das uns auf schamanischen Reisen begleitet und uns stets drängt, die Masken der Konventionen abzulegen und wirklich zu werden.
Spannend, daran zu arbeiten - sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Buch und CD werden im April erscheinen...


 

Freitag, 15. Januar 2016

Meditative „Weltreise“

(c) smileus - fotolia.com
Hast du dir auch schon oft vorgenommen, eine regelmäßige Meditationspraxis zu entwickeln, dir selbst täglich einige Minuten der Ruhe zu gönnen, und es dann doch nicht geschafft? Vielleicht liegt das ganz einfach daran, dass du den für dich passenden Meditationsweg noch nicht entdeckt hast.
Dieser Wochenendkurs stellt verschiedene Meditationsmethoden vor, ermöglicht erste Erfahrungen auf dem jeweiligen Weg, beleuchtet Hintergründe, zeigt Besonderheiten und Gemeinsamkeiten auf – und schält nach und nach den verbindenden mystischen Kern dieser Wege heraus. Die Essenz von Zen, europäischer Mönchstradition, Naturmystik und dem Fluss des Tao wird mit geführten und stillen Meditationen, Atemtechniken und Gehmeditationen achtsam verinnerlicht und erlebbar gemacht.
In der stillen Atmosphäre einer mongolischen Jurte und der umgebenden Natur werde ich auf jeden Teilnehmer individuell eingehen und gemeinsam mit ihm oder ihr einen alltagstauglichen Weg entdecken, auf dem Meditation zu einer wirklichen Befreiung und nicht zu einem weiteren Punkt auf der To-Do-Liste wird.

18. und 19. Juni 2016
Samstag 11-18 Uhr / Sonntag 10-16 Uhr
Raum für Wachstum – Gerkensrode 13 – 32689 Kalletal
Kosten: 199,- Euro / Frühbucherpreis bis 10. März: 149,- Euro
Auf 12 Teilnehmer begrenzt!
Anmeldung unter: info@dirk-grosser.de

 

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachtssegen

Auch in diesem Jahr habe ich wieder einen kleinen Weihnachtssegen geschrieben, den ich hier mit Euch teilen möchte... Allen schöne Feiertage und eine besinnliche Zeit!

 

Möge das Licht der Verwandlung,
das in diesen Tagen aus dem Dunkel hervorsteigt
und in so vielen abendlichen Fenstern leuchtet,
auch in deinem Herzen aufscheinen –
dich mit Frieden und Stille erfüllen,
dir Vertrauen in die Menschlichkeit schenken
und dich in eine grenzenlose Weite führen.

Mögest du dich von diesem Licht der Wirklichkeit
in deinem Innersten berühren lassen,
und es mit geöffneten Händen zurück in die Welt tragen –
auf dass in deinem Haus, deinem Dorf, deiner Stadt, deinem Land
Fremde zu Freunden werden können,
und jeder weiß, dass das wirklich Wichtige im Leben
niemals weniger wird, wenn man es teilt.

Möge diese immer wieder neue Geburt des Lichtes
dir Augenblicke des achtsamen Staunens schenken,
dich erfreuen und deine Seele leicht machen –
sodass jedes Kinderlachen und jeder Kerzenschein,
jeder offene Blick und jede kleine freundliche Geste
deine Hoffnung nährt und dich daran erinnert,
dass das Wunder der Weihnacht in dir und mit dir lebendig wird.


© Dirk Grosser 2015





Mehr zur Kunst des Segnens findest Du HIER.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Vier Pfoten in der BILD

Gerade hat mich eine Freundin darauf aufmerksam gemacht, dass die BILD den "Buddha auf vier Pfoten" empfiehlt... Zusammen mit Helmut Schmidt, Rudyard Kipling und Oliver Sacks... Man kann sich wahrlich in schlechterer Gesellschaft befinden... :-)

http://www.bild.de/lifestyle/2015/weihnachten/16-buecher-zum-verschenken-43889478.bild.html

Samstag, 12. Dezember 2015

Rezension "Buddha auf vier Pfoten"

Conny Dollbaum vom Heilnetz OWL hat eine wunderbare Rezension zum "Buddha auf vier Pfoten" geschrieben, für die ich sehr dankbar bin. Ein wirklich tolles Feedback! Und diese Woche erscheint auch bereits die zweite Auflage des Buches... Das freut das Autorenherz!

Hier geht's zur Rezension ...

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Vortrag "Buddha auf vier Pfoten"

Foto: (c) Julia Knöchel - www.juliaknoechel.de
Ich mag es sehr, wenn spirituelle Themen nicht nur in einschlägigen Buchhandlungen oder Seminarhäusern stattfinden, sondern auch dort, wo sie sich letztlich im Alltag bewähren müssen. Deshalb freue mich sehr darauf, am Freitag im Technologie Centrum Bissendorf (zwischen Osnabrück und Melle) einen Vortrag zum Thema "Der Buddha auf vier Pfoten - Wie uns das wahre Leben über Zen hinausführt" zu halten.

Das Technologie Centrum ist ein Zusammenschluss mehrerer regionaler Wirtschaftsunternehmen, die auch offen für eine spirituelle Sichtweise des Lebens sind und deshalb neue Räumlichkeiten für solche Veranstaltungen geschaffen haben. Ich finde das eine großartige Sache und bin schon sehr gespannt…

Es wird an diesem Abend aber nicht nur um Hunde und Zen gehen, sondern generell um Alltagsmomente und die Kunst, die Augen für das zu öffnen, was in diesem Moment wirklich IST. Ich werde über religiöse Strukturen sprechen und darüber, wie man sie hinter sich lässt, und darüber, wie Meditation zu einer wirklich befreienden Erfahrung werden kann und nicht zu einem weiteren Punkt auf der To-Do-Liste.

Da der Vortrag Teil einer Reihe sogenannter "Kamingespräche" ist, wird es im gemütlichen Rahmen viel Zeit für Fragen, Gespräche und Diskussionen geben.

Freitag, 11. Dezember
19.30 Uhr
Vortrag „Der Buddha auf vier Pfoten - Wie uns das wahre Leben über Zen hinausführt“
Technologie Centrum Bissendorf
Gewerbepark 18, 49143 Bissendorf

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Schirner Tage 2015


Ab morgen bin ich wieder für das ganze Wochenende bei den Schirner Tagen, stehe an meinem Stand für Fragen und Gespräche zur Verfügung und freue mich über regen Austausch. Jeden Tag halte ich auch einen Vortrag: 

30. Oktober / 15.20 Uhr / Bühne 2   
Vortrag „In Beziehung mit dem großen Segen sein“
In unserer Welt wirkt ein großer Segen, umgibt und durchdringt alles, macht alles lebendig, haucht allem, was ist, Seele ein. Manche Menschen nennen diesen großen Segen Gott, andere sprechen vom Tao, von der Quelle oder der Buddha-Natur. Ganz gleich, wie wir es nennen, worauf es wirklich ankommt, sind nicht die Worte, sondern unsere Beziehung zu diesem Urgrund.
Durch innere Stille, durch ein Entspannen in das Staunen und die daraus hervorgehende Dankbarkeit, durch Kontemplation und vor allem durch eine eigene Segenspraxis, die all dies umfasst und zum Ausdruck bringt, können wir diese Beziehung vertiefen. Durch diesen lebendigen Austausch zwischen uns und der Welt, durch das Wahrnehmen und Weitergeben des ursprünglichen Segens, wird unser Leben immer mehr zu einem ganz eigenen Segen.

***

31. Oktober / 17.30 Uhr / Bühne 2   
Vortrag „Achtsamkeit und die Kunst des Segnens“
Achtsamkeit ist der Anfang jedes Segens. Achtsam schauen wir uns die Welt an und entdecken in den kleinsten und unscheinbarsten Dingen eine Fülle, die uns staunen lässt. Diese Achtsamkeit prägt unsere Spiritualität und unsere Praxis der Segenswünsche, die scheinbar gewöhnliche Augenblicke in heilsame Erfahrungen der Verbundenheit verwandelt. So kann jeder Moment, jede Begegnung, jedes Wort ein Segen sein, der uns an unser grundlegendes Gutsein und das Gutsein der Welt erinnert. Wenn wir unsere Achtsamkeit schulen, können wir jeden Schritt auf unserem Weg mit neuen Augen betrachten – und unser Leben mit neu gewonnener Freiheit und Freude genießen!

***

01. November / 15.20 Uhr / Bühne 2   
Vortrag „Das Tao des Alltags – Im Hier & jetzt dein Zuhause finden“
Der Weg des Tao ist ein Fließen durch die Welt, ein Ankommen im Augenblick – er verbindet Naturreligion, Philosophie und Meditation, lehrt uns das Loslassen und weitet unser Herz. Da das Tao immer und überall gegenwärtig ist, ist der Weg des Tao eine wahre Spiritualität des Alltags, eine Spiritualität, die sich auf das richtet, was in diesem Moment IST. Genau hier, genau jetzt können wir unseren Frieden finden und unsere Freiheit entdecken. Wir können unseren Platz einnehmen, ganz unverstellt wir selbst sein und eine neue, ungeahnte Kraft erfahren.

Ort: Halle am Böllenfalltor, Nieder-Ramstädter-Str. 170, 64285 Darmstadt

*** 


Das komplette Festival-Programm findet Ihr hier: Schirner Tage
 
Ich würde mich sehr freuen, den einen oder die andere von Euch zu sehen!
Liebe Grüße,
D. 

Samstag, 12. September 2015

Dankbarkeit

Hier mal wieder eine Buchempfehlung zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt:

In ihrem neuen Buch schreibt Ursula Richard über die Dankbarkeit als Lebenshaltung, über die Kraft und das Glück, das aus dieser Haltung resultiert, und über die Offenheit, das Staunen, die Achtsamkeit und das Erinnern, die allesamt wichtige Aspekte dieses Weges sind. Mit klaren und wohlgesetzten Worten zeigt die Autorin, wie das Gefühl der Dankbarkeit regelrecht zu einer Lebenskunst wird, wie wir in der Dankbarkeit einen Schlüssel zu innerer Zufriedenheit finden und in eine echte Beziehung, eine tiefe Verbindung zur Welt und ihren Wesen eintauchen können. Gespickt mit schönen Zitaten, praxisnahen Übungen und aussagekräftigen Geschichten ist das Buch ein liebevoll gemachter Begleiter, ein echter Glücksbringer, der uns das zutiefst wertschätzen lässt, was uns vom Leben geschenkt wird. Ein wertvolles und wichtiges Plädoyer mit viel Herz! 


Ursula Richard
Dankbarkeit macht glücklich
112 Seiten, Broschur
Scorpio Verlag
€ 7,99 

Dienstag, 25. August 2015

Buddha in der Post

Als ich gestern nachmittag von meinem kleinen Kurzurlaub zurückgekehrt bin, stand das Paket mit dem "Buddha auf vier Pfoten" vor der Tür... Perfektes Timing! Verlag und Druckerei haben tolle Arbeit geleistet - sieht super aus, gute Haptik, und die Illustrationen vom grandiosen Frank Schulz kommen auch richtig gut rüber... 
Bin stolz wie Oskar!!!

 

Hier mal drei Stimmen von Vorab-Lesern, die noch mit losen Manuskriptseiten vorliebnehmen mussten:

"Dieser Hund hat meisterlichen Stil - und Dirk Grosser die Fähigkeit, buddhistische Weisheiten unterhaltsam zu vermitteln."
Ursula Richard / Buddhismus Aktuell

"Dirk Grosser zeigt auf warmherzige Art, wie unsere vierbeinigen Freunde zu wahren Lebenslehrern werden können."
Wolf-Dieter Storl

"Zen-Meister mit Kauknochen! Dirk Grosser lässt uns teilhaben an seinen
Abenteuern mit einem seiner wohl wichtigsten, liebevollsten und
unbestechlichsten Lebenslehrer: sein Hund Bobba, der nicht nur ihn sehr
unmittelbar in die Weisheiten des Buddhismus einführt, sondern auch uns mit seiner herzerfrischenden Direktheit und Leichtigkeit zu inspirieren vermag."
Maren Schneider / Institut für Achtsamkeit Düsseldorf

Ich freue mich sehr - und Jennie und ich werden heute Abend ein bisschen feiern!

Dienstag, 7. Juli 2015

Rezension: Jiddu Krishnamurti - Das Licht in uns

Die edition steinrich aus Berlin entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingsverlag. Neben einem untrüglichen Gespür für neue Autoren und Themen im buddhistischen Bereich (z.B. Bhante Dhammika oder Karl Brunnhölzl) sowie auch darüber hinausgehend (z.B. Christian Herwartz oder Karl-Heinz Brodbeck) verfügen Ursula Richard und Traudel Reiss, die beiden Köpfe des Verlags, auch über einen Sinn für das Heben älterer Bücherschätze und ihr neuerliches Verlegen.
Letzteres geschah bislang z.B. mit Bernard Glassmans Klassiker „Anweisungen für den Koch“ oder auch Joko Becks „Einfach Zen“ – und nun ganz aktuell mit einem der besten Werke Jiddu Krishnamurtis: „Das Licht in uns. Über wahre Meditation“, das kürzlich in sehr gelungener Aufmachung und in einer vom deutschsprachigen Krishnamurti-Komitee neu bearbeiteten Übersetzung erschienen ist.
In dieser Zusammenstellung öffentlicher Reden aus den Jahren 1968 – 1983 geht Krishnamurti in seiner unvergleichlichen Art auf das Thema Meditation ein, hinterfragt alle gängigen Methoden und vor allem unseren Wunsch, überhaupt einer Methode zu folgen. Er zeigt auf, wie wir beim Verwenden einer bestimmten Technik immer auch eine gewisse Form der Ideologie mit übernehmen, die uns nicht in die Freiheit, sondern in neue Konditionierungen führt.
„Wenn Sie sagen, Sie müssen meditieren, Sie müssen einem bestimmten Weg folgen oder eine bestimmte Technik praktizieren, dann konditionieren Sie sich ganz offensichtlich im Sinne dieses Systems (…) Vielleicht erreichen Sie das, was die Methode verspricht, aber es wird Asche in Ihren Händen sein, denn das dahinterstehende Motiv ist das Streben nach Erfolg, und dieses Streben entspringt der Angst.“
Krishnamurtis unermüdliches Fragen und seine klaren Ausführungen machen deutlich, dass wir mit bestehenden Methoden nur einem vorgezeichneten Weg folgen, anstatt uns selbst auf Entdeckungsreise zu begeben: „Einem anderen zu folgen, heißt ihn nachzuahmen. Jemand zu folgen heißt, dass man die eigene Klarheit verneint, die eigene Fähigkeit, den Dingen auf den Grund zu gehen, die eigene Integrität und Aufrichtigkeit (…).“
Krishnamurtis Verständnis von Meditation ist dagegen das Sein im Augenblick, wahrhaft still, frei und ungetrübt von jeder Art Theorie oder Konzept. Ein einfaches Sein, das das ganze Leben zur Meditation werden lässt und sich nicht scheut, die Wahrheit auf eigene Faust zu erforschen. Ein Sein, das jenseits ausgetretener Pfade eine in jedem Augenblich sich neu entfaltende Form der Freiheit erfährt.
„Nur in dem, was leer ist, kann etwas Neues stattfinden“, lautet der letzte Satz dieses sicherlich für Kontroversen sorgenden Buches, das unsere gängige Vorstellung von Meditation auf den Kopf zu stellen vermag. Gewöhnungsbedürftig, weil es eben keine neue Methode anbietet, aber gerade deshalb eine echte Lese-Empfehlung!

Dirk Grosser


Freitag, 3. Juli 2015

Ab heute laufen die Druckmaschinen - und ab dem 24. August steht es dann im Buchladen: "Der Buddha auf vier Pfoten" - mein neues Buch über den entspanntesten Hund und Lehrer aller Zeiten!
Eine erste Leseprobe findet Ihr hier:
http://www.randomhouse.de/…/Der-Bu…/Dirk-Grosser/e482484.rhd

Donnerstag, 18. Juni 2015

Die Kunst des Segnens - Ein Handwerk des Herzens

(c) adrianpluskota - fotolia.com
Immer wenn ich über die „Kunst des Segnens“ schreibe, einen Vortrag zum Thema halte oder einen Workshop ankündige, merke ich, wie angestaubt und altbacken das doch klingen muss. Es sind denkbar schlichte Worte, die nicht viel versprechen und in uns nicht die Hoffnung nähren, dass wir mit dieser Kunst zu großen Heilern werden, dass wir auf Quantenebene agieren, möglichst elitäres Geheimwissen erlangen und in die Lichtmatrix des Planeten abtauchen, oder dass all unsere ego-motivierten Wünsche von einem kosmischen Bestellservice entgegengenommen würden. Ich habe schon über viele alternative Titel nachgedacht, darüber nachgesonnen, wie das Ganze wohl etwas „aufgemotzt“ werden könnte, um der allgemein vorherrschenden Sehnsucht nach dem noch nie Dagewesenen zu entsprechen. Quantum Blessing 2.0? Cosmic Power Blessing? Ich weiß nicht …
Vielleicht habe ich einfach kein Talent fürs Marketing und bleibe lieber bei dem, was es ist: Eine Kunst, die wie jede Kunstform dafür sorgt, dass wir der Welt einen einzigartigen Aspekt unserer selbst schenken, und mit der wir uns zugleich darin üben, auf unsere Inspiration zu lauschen, ganz da zu sein und diese leise Stimme des Geistes – der bekanntlich weht, wo er will – in uns wahrzunehmen und uns verändern zu lassen.

Je länger ich mich mit dieser Kunst befasse, desto klarer wird mir, dass wir es bei den Segenswünschen mit der europäischen Form der Achtsamkeitspraxis zu tun haben. Eine Achtsamkeitspraxis, die ruhig verweilt und dann aus sich heraus kreativ wird, um die eigenen Erkenntnisse auf sanfte und heilsame Weise in die Welt zu bringen. Eine wunderschöne Verbindung aus Nicht-Tun und Tun.
Die Kunst des Segnens erfordert genaues Schauen, ein völliges Sich-Einlassen auf das, was ist, und auch auf das, was sein kann. Der Segen bezieht sich auf das Wesentliche, auf den Kern der Sache, der manchmal verborgen ist, aber sichtbar gemacht werden kann. Wir schauen zugleich auf das Potential, das seiner Entfaltung und Blüte harrt. Erlauben wir uns einen Moment des Innehaltens, können wir die innere Vollkommenheit allen Seins erblicken, das Heilige, das in allem wohnt, und dies in unseren Alltag hineinholen und dort dankbar anerkennen.

Das Unsichtbare sichtbar machen
Zu segnen heißt, das Gute, das dem gegenwärtigen Moment innewohnt, mit Worten sichtbar zu machen. Das deutsche Wort „segnen“ stammt vom lateinischen „signare“, was so viel bedeutet wie „etwas mit einem Zeichen versehen“. Wir markieren also in gewisser Weise das Wichtige, das Wirkliche und Wesentliche. Wir holen es hervor, bergen es mit Hilfe unserer Sprache.
Vielleicht kennt der eine oder andere Leser noch die Tradition, einem Brotlaib, bevor er in den Ofen geschoben wird, ein Kreuz einzuritzen. Auch hier wird der Segen (das Brot als Nahrung, die die Erde uns zur Verfügung stellt) erkannt und – in diesem Fall nonverbal – hervorgehoben.
Was ich bei den Segenswünschen besonders schön finde, ist die Tatsache, dass dieses „Gute“, das wir in Dingen, Situationen und anderen Wesen erkennen, nicht immer unbedingt etwas ganz Großes sein muss.
Es handelt sich eher um eine „Spiritualität der kleinen Dinge“. Kleine Dinge, die wir oft übersehen, die aber unser Leben zu einem entscheidenden Teil ausmachen. Diese Dinge sind schon in unserem Leben gegenwärtig, doch sie sind uns oft nicht wirklich bewusst. Es sind Dinge, die unscheinbar sind und die wir deshalb als selbstverständlich erachten. Wenn wir hierauf achten – und die Kunst der Segenswünsche dient genau diesem Zweck! – wird uns klar, in welcher Fülle wir uns bewegen und für wieviel wir dankbar sein können.
Die keltische Spiritualität hat dies in ihrer langen Tradition – wurzelnd in der Naturreligion und auf einzigartige Weise weitergeführt in ihrer speziellen Ausprägung des Christentums – schon immer erkannt und in vielerlei Formen gefeiert. Wenn am frühen Morgen ein Herdfeuer entzündet wurde, so begleiteten Worte des Dankes und des Segens diesen Vorgang. Man war sich bewusst, dass dieses Feuer nicht nur das Haus oder die Hütte heizte und dass man das Essen auf ihm zubereiten konnte, sondern dass man sich an ihm zusammensetzen und Geschichten lauschen durfte, die auch das Herz wärmten.
Wenn man Wasser aus einem Bach oder einer Quelle schöpfte, ging es nicht nur um das Stillen des Durstes oder das Waschen der Wäsche, sondern man drückte auch seine generelle Dankbarkeit gegenüber dem Wasser aus, das die Erde fruchtbar macht und Menschen, Tieren und Pflanzen Leben schenkt.
Das Sprechen von Segen war eine Erinnerung an die Freigebigkeit der Welt. Mit jedem Segen wurde den Menschen bewusst, dass die Welt um sie herum ihnen freundlich gesonnen war und ihnen alles bot, was sie zum Leben brauchten. Vielleicht war es diese grundsätzliche Einstellung, die es den Kelten in späterer Zeit ermöglichte, einen Wanderprediger aus Galiläa so in ihr Herz zu schließen. Die Bergpredigt Jesu vermittelt ein ganz ähnliches Gefühl des Gehalten-Werdens und drückt dies in Bildern der Natur aus, die den Kelten so viel bedeutete: „Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und … euer himmlischer Vater ernährt sie. Lernt von den Lilien, die  auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht … Doch … selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.“ (Mt 6, 26 – 29)

Staunen und Dankbarkeit
Hier werden viele Aspekte angesprochen, die für mich eine tiefe Spiritualität ausmachen: Das Staunen über die Schönheit der Welt, über das schimmernde Gefieder der Vögel und ihre Fähigkeit zu fliegen, über die farbenprächtigen Blumen, die unserem Auge wohltun, und die in fast jedem Winkel unseres Planeten wachsen und gedeihen. Die Freude darüber, dass wir dies sehen und erleben können, dass wir uns verlieren können in der Schönheit. Die Dankbarkeit dafür, dass all dies uns umgibt, dass das Leben so vielfältig ist, und das alles versorgt ist und sein kann. Und letztlich die Dankbarkeit dafür, dass auch wir in ähnlicher Weise gehalten sind – die tiefe und stille Entspannung in dem Wissen, dass unsere Sorgen unbegründet sind.
Die Kunst des Segnens hilft uns, genau diese zwei Eigenschaften in all ihrer Tiefe zu kultivieren: Staunen und Dankbarkeit. Wenn wir einen Segen sprechen oder über ihn meditieren, blicken wir achtsam auf das, was uns umgibt. Wir staunen mit den Augen eines Kindes und unser Herz öffnet sich für die Dankbarkeit. Wenn unser Herz dankbar ist, fällt es uns leicht, immer mehr von dem Segen, der in allem schlummert, zu entdecken. Es ist wie eine Spiralbewegung in die Tiefe – die Tiefe der Schönheit, die Tiefe der Welt mit all ihren Geschöpfen, die Tiefe des Göttlichen, das sich hier in jedem Augenblick ausdrückt, und unsere eigene Tiefe, dem heiligen Grund unserer Seele.

Der Welt und uns selbst immer näher kommen
Diese Dankbarkeit ist eine Lebensweise, die uns immer näher an die Welt heranführt und sie zu einem immer freundlicheren Zuhause für uns werden lässt – ein Ort, der uns mit allem versorgt, dessen wir bedürfen, und der uns immer neue Erfahrungen schenkt, die uns innerlich wachsen lassen.
Wenn wir erkennen, wie wertvoll jede sogenannte Kleinigkeit ist, fällt es uns leichter, hier und da ein liebevolles Wort zu schenken.
Mit einem Segen können wir unserer Nachbarin, die von sich glaubt, über keinerlei Talente zu verfügen, mitteilen, wie wundervoll ihre Fähigkeiten als Gastgeberin sind und wie wohl wir uns bei ihr fühlen. Wir können unserem Arbeitskollegen sagen, wie glücklich wir darüber sind, seine Unterstützung nicht nur in fachlicher sondern auch in menschlicher Hinsicht zu haben. Wir können andere ermutigen, aufbauen und wertschätzen. Wir können eine neue Form der Kommunikation entdecken, die ganz aus unserem Herzen kommt und direkt in das Herz unseres Gegenübers dringt.
Wenn wir diese vergleichsweise einfache Übung gemeistert haben, können wir auch uns selbst und unseren Weg mit neuen Augen sehen, uns segnend annehmen, wie wir sind.
Wir werden erkennen, dass ausnahmslos alles, was wir erlebt haben und derzeit erleben, ein integraler Bestandteil unseres Weges ist. Ein Weg, der uns unsere wunderbare Menschlichkeit bewusst macht und uns befähigt, das Heilige in der Welt und in uns zu feiern. Wir sehen den Segen nicht nur in dem, was uns umgibt, sondern auch in uns selbst. Wir können endlich die fixe Idee hinter uns lassen, dass wir nicht „gut genug“ seien.
Wir können uns und unser Tun, unsere Nächsten, die Tiere und Pflanzen, die Berge und Seen, die Wiesen und Hügel segnen – mit schlichten Worten, achtsam und voller Herzensgüte, die einer tiefen Liebe zur Welt entstammen und diese immer wieder neu in uns zu erwecken vermögen. Segen sind keine Zauberei, auch keine Affirmationen, mit denen wir uns irgendetwas einzureden versuchen, oder Wünsche, die einer seltsamen Anspruchshaltung entspringen, dem Gegenteil von Dankbarkeit. Sie sind die natürlichen Früchte einer Lebensweise, die mit einem weichen, wohlmeinenden und liebevollen Blick einhergeht und die unser Herz so weit macht, dass die ganze Welt darin Platz findet.

© Dirk Grosser


 

Dirk Grosser
Möge dein Weg gesegnet sein
Segen, die deine spirituelle Entwicklung begleiten
200 Seiten, Broschur
Schirner Verlag
€ 14,95







Freitag, 15. Mai 2015

Segen für die Weite

(c) smileus - fotolia

Wenn du atmest
und der Duft des wilden Windes dich erfüllt,
wenn du schaust
und die sanften grünen Hügel, die rauen Felsen,
die sich wiegenden Bäume und die glitzernden Seen dich rühren,
wenn du lauschst
und du überall das erste Lied des Kosmos,
die Melodie vom Anfang der Zeit, hören kannst –
mögest du den Segen der Weite spüren,
der viele Wohnungen in dein Herz baut;
Wohnungen, Höhlen und Bauten
für alles, was lebt und in dir seine Lebendigkeit feiert,
Schlupfwinkel für das Kleinste
und Ebenen für das Größte,
weite Hallen für die Fliegenden,
tiefe Tiefen für die Schwimmenden –
Orte für die abertausenden Wesen,
die abertausenden Verwandten.

Möge jeder Atemzug dich weiter machen
und die Vielfalt in dich einladen, die dir zeigt,
dass alles seinen Platz hat und sein Zuhause findet,
dass alles sein darf und du das glauben kannst,
was in deinem Herzen wachsen mag.

Mögest du in dem Moment,
in dem all deine Sicherheit zerbricht,
voller Staunen feststellen,
dass du, statt zu fallen, auch fliegen kannst.
Möge der Segen der Weite dein Leben ergreifen,
und mögen deine Schritte dich in die Freiheit führen.


(c) Dirk Grosser

  

Dirk Grosser
Möge dein Weg gesegnet sein
Segen, die deine spirituelle Entwicklung begleiten
200 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-8434-1175-2
Schirner Verlag

Montag, 4. Mai 2015

Termin mit Seán ÓLaoire

"Great Green Spirit - Großer grüner Geist" - Tagesseminar mit Fr. Seán ÓLaoire

Nach langer Zeit kommt endlich wieder mein Lehrer und Mentor Seán ÓLaoire nach Deutschland, um hier ein Tagesseminar zu geben. In seiner unnachahmlichen Weise wird er über den großen Geist Gottes sprechen, der hier auf unserer Erde in Form von Bäumen, Tieren, Menschen und Steinen gegenwärtig ist. Mit anderen Worten: Seán wird über die zwei Bücher Gottes sprechen - die Bibel und das Buch der Natur! Dabei wird er sicherlich ungewöhnliche Sichtweisen vertreten, auf naturreligiöse Vorstellungen wie auf christlich-mystische Sichtweisen eingehen und auch Raum für persönliche Fragen haben. Geführte Meditationen werden diesen Tag abrunden, den ich wirklich nur jedem ans Herz legen kann. Ich kenne niemanden, an dem eine Begegnung mit diesem ungewöhnlichen irischen Priester und seiner undogmatischen und in die Freiheit führenden Art spurlos vorbeigegangen wäre.

Das Seminar findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt!


Datum: 13. Juni 2015
Ort: Landpraxis in der Stille, Biggeweg 8, 33649 Bielefeld
Zeit: 10.00 - 18.00 Uhr
Kosten: 89,- Euro
Bitte vorab verbindlich unter info@dirk-grosser.de anmelden!



Mittwoch, 22. April 2015

Segen für das Sitzen unter einem Baum

(c) Smileus - fotolia.com

Die tiefen Wurzeln unter dir,
versorgend, nährend, Grund und Halt gebend –
mögen sie gesegnet sein und deinem Leben Kraft schenken.

Der breite Stamm gleich hinter dir,
stark, aufrecht, den Winden trotzend –
möge er gesegnet sein und deinem Leben Festigkeit verleihen.

Die grün belaubten Äste über dir,
voll Schönheit in den Himmel strebend, Schatten spendend –
mögen sie gesegnet sein und deinem Leben Schutz gewähren.

Mögest du den Segen dieses Baumes spüren,
dieses Lebens, das dich großzügig willkommen heißt;
dieser stille, grüne Verwandte, der dir einen Platz schenkt,
an dem du ruhen kannst, deinen Kopf auf trockenem Gras gebettet.

Und mögest du dir auch des Baumes deines Lebens gewahr sein:
den Wurzeln deiner Ahnen, die den Boden für dich bereitet haben,
dem Stamm der Freunde und Liebenden, die fest hinter dir stehen,
den Ästen, Zweigen und grünen Blättern der Kinder,
die dir nachfolgen und sich in die Weite der Zukunft austrecken.

Möge dieser Baum dich segnen,
und mögest du sein knorriges, altes Lied verstehen.




Dieser Segen entstammt meinem neuen Buch:



Dirk Grosser

Möge dein Weg gesegnet sein
Segen, die deine spirituelle Entwicklung begleiten
200 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-8434-1175-2
14,95 €

Dienstag, 21. April 2015

Vortrag "Tao des Drachen"

(c) Olexandr - fotolia.com
Übermorgen, am Donnerstag, 23. April, halte ich um 19.30 Uhr einen Vortrag über das "Tao des Drachen" in der Lebensbaum Buchhandlung in Bielefeld.
Der Drache gilt in vielen asiatischen Traditionen als Sinnbild für Furchtlosigkeit, Weisheit, Vertrauen, Glück und Kraft. Sein großes Herz schlägt im Rhythmus dieser Welt, erklingt wie eine tiefe Glocke der Achtsamkeit und ruft uns in den gegenwärtigen Augenblick hinein. In diesem Vortrag geht es nicht nur um das Symbol des Drachen, sondern auch darum, wie dieses kraftvolle Bild uns helfen kann, selbst ein großes und weites Herz zu entwickeln, in dem wir mit all unseren teils gegensätzlichen Anteilen Platz haben. Ein Herz, das uns kraftvoll und gelassen in die ungeahnte Freiheit des TAO führt! Neben dem Vortrag (und Zeit für Fragen und Antworten) wird es auch meditative Elemente geben.
Würde mich freuen, die eine oder den anderen von Euch dort zu sehen und ins Gespräch zu kommen... 

 
Donnerstag, 23.April
19.30 Uhr

Vortrag Tao des Drachen
Lebensbaum Buchhandlung
Neustädter Str. 13
33602 Bielefeld

Montag, 20. April 2015

Möge dein Weg gesegnet sein

Jede Wanderung ist eine Herausforderung – und jede Wanderung hält ihre ganz eigenen Belohnungen für uns bereit: das lebendige Gefühl, unterwegs zu sein; die Landschaft, auf der unser Blick sich ausruhen kann; die Begegnungen mit anderen Wanderern, die uns an ihren Erfahrungen auf der Reise teilhaben lassen; die wohlige Schwere, die uns am Abend bei einer warmen Mahlzeit umfängt.
 

Auch unser Leben und unser spiritueller Weg sind solch eine Wanderung, bei der wir mutig einen Fuß vor den anderen setzen, ohne zu wissen, was hinter der nächsten Biegung des Pfades auf uns wartet. Es gibt Zeiten, in denen alles wie von selbst läuft, der Weg sich bequem und einladend zeigt und wir fröhlich pfeifend unterwegs sind. Dann wieder gibt es Phasen, in denen es nur mühsam vorangeht, unsere Füße bleischwer scheinen, wir uns verirren oder auf matschigem Untergrund ausrutschen und stürzen. In der Rückschau gelingt es uns manchmal, auch diesen schwierigen Zeiten etwas abzugewinnen. Wir erkennen, wie uns die Anstrengung auf andere Herausforderungen vorbereitet hat, wie wir innerlich gewachsen sind und wie uns mancher scheinbar unnötige Umweg zu Orten geführt hat, die unerwartet eine heilsame Veränderung in uns ausgelöst haben. Wenn wir auf unserer Lebensreise hin und wieder eine schöne Bank entdecken, auf der wir uns für einen Moment ausruhen können, spüren wir vielleicht, wie sich in uns eine fast zärtliche Stille ausbreitet, die uns jede Erfahrung unseres Lebens und unseres spirituellen Weges dankbar annehmen lässt. Wir erkennen, dass jeder Schritt wichtig war, um uns genau hierher zu tragen, in diesen Moment, in dieses unendliche Jetzt, das sich vor uns ausbreitet. In diesen Momenten spüren wir den Segen, der auf unserem Weg liegt, den Segen, der unser Leben begleitet. Manchmal ist unser Alltag aber so geschäftig und weit und breit keine Bank in Sicht, sodass wir umherhetzen und uns in Erlebnissen verlieren, ohne sie wirklich zu tiefen Erfahrungen werden zu lassen. Die Tage rauschen an uns vorbei, und schon wieder ist ein Jahr vergangen, von dem wir kaum etwas mitbekommen haben. Wir haben keine Zeit für vermeintliche Kleinigkeiten und bemerken deshalb nicht den Segen, der in ihnen verborgen ist.

(…)

Unsere Traditionen mögen verschieden sein, doch viele Stationen auf unseren spirituellen Wegen gleichen sich. Es gibt vermutlich für jeden Menschen sowohl Momente des Friedens und der inneren Stille als auch Momente der Unruhe und des Unwohlseins. Sie alle sind wichtige Wegmarken, die bestimmte Aspekte unseres Menschseins beleuchten und in denen stets eine Lehre verborgen ist, die nur darauf wartet, von uns entdeckt und gelebt zu werden.
Unser Weg ist niemals eindimensional, geht niemals nur geradeaus. Auch wenn sich manch einer eine bequeme Abkürzung »ins Licht« wünscht, gestaltet sich unsere menschliche Erfahrung meist anders. Sehnsucht, Mut für einen Neubeginn, Stille, Zugehörigkeit und Gemeinschaft, Zweifel, Glaube und Glaubensverlust, Enttäuschung und Befreiung, Gesundheit und Krankheit, Schwellenerfahrungen und Übergänge, Freude und Zuversicht, Dankbarkeit, Abschied – all dies und mehr ist Teil unseres Weges und macht uns zu denjenigen, die wir sind: Wanderer in der Welt, zutiefst menschlich, zutiefst verbunden, getragen von einem Geheimnis, das wir nie gänzlich zu ergründen vermögen.
Die alte Kunst des Segnens besteht darin, uns selbst die Ruhe zu gönnen, die uns genau hinsehen lässt – die jeden Moment, ganz gleich, ob wir ihn als positiv oder negativ erlebt haben, in Zusammenhang mit dem großen Ganzen stellt. Es ist eine Kunst der Achtsamkeit und eine Spiritualität der Dankbarkeit, die jede Tradition ergänzen kann und zu keinem Glauben im Widerspruch steht. Die Kunst des Segnens ist eine Mystik des Alltags, die uns zu einem tiefen Einklang mit der Welt und zu einem stillen Glück inmitten all der Schönheit unseres Heimatplaneten führt.
Ich hoffe, dass die Gedanken, die Übungen und natürlich die Segen in meinem Buch ein klein wenig dazu beitragen können, dass du sowohl den hellen als auch den dunklen Momenten deines Weges ein Lächeln schenken kannst und du spürst, wie wertvoll die Einzigartigkeit deiner Erfahrung ist.

Möge dein Weg gesegnet sein,
mögen Sonne, Regen und Wind sanft deine Haut berühren
und dich immer tiefer in das Mysterium des Augenblicks locken.
Mögest du jeden Schritt deiner Reise wertschätzen,
mögen Erde und Himmel sich in dir vereinen
und die grünen Hügel deines Lebens dich willkommen heißen.



(c) Dirk Grosser



Dieser Text ist ein Ausschnitt aus der Einleitung meines neuen Buches "Möge dein Weg gesegnet sein", das gerade erschienen ist.


Dirk Grosser

Möge dein Weg gesegnet sein
Segen, die deine spirituelle entwicklung begleiten
200 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-8434-1175-2
Schirner Verlag
14,95 €